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Allgemeine Hinweise

Wenn Sie sich viel erkundigen - und das sollten Sie tun - werden Sie feststellen, daß Sie oft widersprüchliche Aussagen hören, die Sie verwirren und verunsichern. Das liegt zum Teil daran, daß die Medizin noch wenig über das Glaukom weiß, zum anderen aber auch daran, daß veraltete oder falsch verstandene Informationen lange Zeit herumgeistern und weitergetragen werden. Mit dieser Situation müssen wir zurechtkommen. Es bleibt nichts übrig, wir müssen weiterfragen, bis wir uns ein Bild machen können, das uns überzeugt. Wir können uns nur helfen, wenn wir alle unsere Erfahrung und unser Wissen zusammentragen, das jeder Einzelne vielleicht nur zufällig erfahren hat. Dafür sollen u.a. diese Seiten dienen.

Zum anderen müssen wir lernen, die Verantwortung für unsere Augen selbst zu übernehmen. Nur zu gern legen wir unser Geschick in die Hände der Ärzte. Die Ärzte können uns raten und helfen, aber sie haben viele Patienten und viel zu tun und haben in der Regel nicht die Zeit und die Kraft, den ganzen Weg mit uns zu gehen. So ist es an uns, Wissen zu sammeln, Entscheidungen zu treffen, mit unseren Ängsten umzugehen und auch fähige Ärzte zu finden. Unsere Chancen verbessern sich erheblich, wenn wir selbst aktiv werden und uns um unsere Krankheit kümmern.

Keine schlechte Idee ist es daher, sich in Selbsthilfegruppen zu treffen oder in Foren präsent zu sein. Hier kann man viel lernen und umgekehrt anderen sehr helfen, die vielleicht noch nicht soviele Erfahrungen gemacht haben.

 

Ein paar Zahlen

  • Jeder Mensch ab 40 Jahren ist potentiell gefährdet. 15% aller Erblindungen werden auf das Glaukom zurückgeführt, wodurch es zur zweithäufigsten Ursache für Erblindungen zählt.
  • Weltweit sind ca. 60 Millionen Menschen an Glaukom erkrankt. In zehn Jahren werden es 80 Millionen sein.
  • In Deutschland haben ca. fünf Millionen erhöhtes Risiko.
  • In Deutschland sind ca. 800.000 an Glaukom erkrankt und ca 500.000 weitere, ohne es zu wissen.
  • Das Glaukom geht häufig einher mit kalten Händen und Füßen und einer Neigung zum Tinnitus, Folgen einer Störung der Mikrozirkulation (primäre vaskuläre Dysregulation) .
  • Bis zu 40% aller Glaukomfälle sind Normaldruckglaukome, also mit einem Augeninnendruck von unter 20 mmHg. Besonders bei diesen ist ein zu hoher oder zu niedriger und besonders ein schwankender Blutdruck schädlich.
  • Glaukomkranke leiden überdurchschnittlich oft (52%-57%) am trockenen Auge, einer Tränenfilmstörung, weswegen häufig zu Medikamenten ohne Konservierunsstoffe (Einmalampullen) geraten wird.
  • 8% aller Leute über 40 J. haben erhöhten Augeninnendruck, aber nur 1-2% ein Glaukom.
  • Treten Ausfälle im Gesichtsfeld auf, so sind bereits 40% aller Nervenfasern der Netzhaut zerstört.
  • Der Augendruck ist nur ein Risikofaktor beim Glaukom. Ebenso wichtig ist der Perfusionsdruck (Blutdruck/Augendruck). Schwankungen des Blutdruck, Abfall in der Nacht sind schädlich.