Warnung vor bestimmten Medikamenten bei Glaukompatienten

Bestimmte Medikamente können eine Erhöhung des Augeninnendruckes bewirken, auch einen Glaukomanfall auslösen und evtl. Einblutungen ins Auge verursachen.

Auswahl von Präparaten

  • Arlevert, Dimenhydrinat AL, Reisefit Henning, Reisetabletten AL, Superpep Tabletten, Vertigo-Vomex, Vomex…
  • Hysan, Olynth, Otriven, Nasix, Snup, Schnupfen, Endrine…
  • Aspirin, auch mit Zusatzstoffen wie Codein, ASS-Präparate, Godamed, Dolopyrin, Dolomo, Fibrax, Grippal, Neuralgin, Thomapyrin, Togal…
  • Div. Psychopharmaka, u.a. Neurocil, Taxilan…
  • Div. Asthmamittel, u.a.Budesomit…
  • Cortison in Tablettenform…
  • Paracetamol, Ibuprofen…
  • Buscopan, Spasman…

Zahnarztbehandlungen

Bei einer Anästhesie eines Glaukompatienten sollte ein Anästhetikum ohne Adrenalinzusatz verwendet werden. Sollte dies wegen der durchzuführenden operativen Maßnahme nicht ausreichen, kann mit Hilfe eines speziellen Anästhesiverfahrens, der intraligamentären Anästhesie, auch adrenalinhaltiges Betäubungsmittel verwendet werden, denn bei dieser Methode wird das Mittel nur tröpfchenweise verabreicht und nur in Bruchteilen der normalen ml-Menge.

Empfehlenswert: Ultracain D, Xylonor 3%  (jeweils ohne Adrenalin)

Achtung b. Röntgen: Nicht überbelichten, nicht in Kieferhöhle (Information Beratungsstelle für Sehbehinderte Frau Dr. Stamm)

Diese Liste ist eine Zusammenstellung von Patienten und hat keinen Anspruch auf Vallständigkeit, Richtigkeit und ist ohne Wertung zu verstehen. Sie soll als Hinweis dienen, um vorsichtig mit Medikamenten umzugehen, die auf die Glaukom-Erkrankung Einfluß haben können.